Aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen muss die Mali-Hilfe e.V. leider auch den diesjährigen 34. Hungermarsch absagen.

 

Problematisch ist dabei weniger die eigentliche Wanderung, als vielmehr Busfahrt, Gottesdienst, Teepause oder auch das Mittagessen, wo notwendiges Abstandhalten kaum möglich ist.

 

Als Projekt war vorgesehen, in Baye einen Trinkwasserbrunnen zu bohren.

Bei dem Brunnen-Projekt „Wasser ist Leben“ würden sich die Menschen in Baye / Mali natürlich sehr freuen, wenn vielleicht auch ohne „Marsch“ einige Spenden zusammenkommen.

In der Nähe von Kokounkoutou in der Region Kayes liegt das Dorf Baye und hat kein sauberes Trinkwasser. Es gibt zwar ein kleines Brunnenloch, das aber immer sehr stark verschmutzt ist und für Trinkwasser nicht verwendet werden kann.

In dem Dorf leben rund 1 200 Menschen, davon etwa 420 Kinder im Alter von 1 – 16 Jahren. Die Menschen leben überwiegend von Landwirtschaft und Baumwollanbau.

Die Gemeinde ist bereit, neben der Versorgung der Arbeiter einen finanziellen Anteil von ca. 20 % der Bausumme zu erbringen.

Die Menschen des Dorfes und der umliegenden Höfe versorgen sich mit Trinkwasser aus einem 4 km entfernten Brunnen.

Immer wieder werden Menschen krank aufgrund des verschmutzten Wassers. Erwachsene und Kinder waschen mit dem Brunnenwasser oder trinken sehr oft das verschmutzte Wasser des Diameterbrunnens, was viele Krankheiten hervorruft (wasserbedingte Krankheiten sind Durchfall, Bauchdeckenstraffung, Typhus, Bilharziose). Die nächste Krankenstation mit einem Arzt ist mehr als 12 km entfernt.

 

Sehr große Bedeutung hätte auch der neue Brunnen für die Frauengemeinschaft, die momentan nur unter schwierigen Bedingungen Wasser für den Dorfgemeinschaftsgarten erhalten kann

 

Spenden mit dem Hinweis „Hungermarschprojekt 2022“ können auf folgende Konten überwiesen werden:

Sparkasse Mittelmosel EMH  IBAN DE14 5875 1230 0010 0307 40

VR-Bank Hunsrück Mosel Morbach  IBAN DE93570698060000151239

 

Allen einen HERZLICHEN DANK für das Verständnis und die Unterstützung.

 

Eindrücke aus dem Dorf Baye: