.... Inge und Peter Brucker erhalten das malische Verdienstkreuz

 

Dabei liegt der große Verdienst des Vereins darin, auch die entlegensten Orte anzureisen. Inge und Peter Brucker sind sich nicht zu schade, stundenlang über holprige Pisten und an metertiefen Schlaglöchern vorbei, tief in die Steppe und in die Wüste zu fahren, um den Menschen dort Wasser, Medizin und Bildung zu bringen.

Was der "Mali-Hilfe" bei der Realisierung der Projekte sehr wichtig ist, das ist der Aspekt der Nachhaltigkeit. So werden die Schulen auch für die Alphabetisierung genutzt. Ebenso wird auf eine Gleichberechtigung der Geschlechter Wert gelegt sowie auf die Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität, zum Beispiel durch regelmäßige Impfungen, das Anlegen von Schulgärten, die Versorgung durch Solarsysteme, die Aufklärung zu Themen wie Familienplanung, Beschneidung und Verhinderung von Früh-Ehen.

Die beiden sind in ganz Mali bekannt, sind Pateneltern zahlreicher afrikanischer Erstgeborener und Peter Brucker hat schon früh den Namen "Papa Afrika" erhalten, mit dem er hier in Mali immer wieder angesprochen wird.

180 Hilfsprojekte wurden bereits realisiert, über ganz Mali verteilt. Eine Fördersumme von insgesamt 6 Millionen Euro wurden investiert und Tausende Menschen verdanken der "Mali-Hilfe", dass sich ihre Lebensqualität massiv verbessert hat. Man sagt, dass manche Orte nur noch existieren, weil die "Mali-Hilfe" vor Ort das Überleben erst ermöglicht hat.

Doch es sind nicht diese Zahlen, die Inge und Peter antreiben. Es ist auch nicht die vielfältige Anerkennung und Unterstützung, die sie durch deutsche Institutionen erhalten, wenn Spendengelder zur Hilfe in Mali eingehen.

 

"Nein, es ist die Freude und die Dankbarkeit, die uns aus den Augen der Menschen entgegenblicken, wenn wir sie vor Ort besuchen", sagt Peter Brucker selbst. "Menschen, die nichts besitzen, zeigen ihre Dankbarkeit in gastfreundlichem Miteinander. Wir werden stets mit Gesängen und mit Tanz begrüßt, wenn wir in die Dörfer kommen. Man nimmt uns herzlich auf, behandelt uns wie ihresgleichen. Wenn ich in Mali bin, dann fühle ich wie ein Afrikaner."

Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis des riesigen Erfolges der "Mali-Hilfe": Die Menschen mit ihrer Kultur, ihrem Lebensstil, ihren Hoffnungen und Wünschen, sind Inge und Peter dermaßen vertraut, dass sich die Menschen in Mali ernst genommen fühlen. Und sie spüren, da sind Deutsche, die uns wirklich helfen wollen. Ganz ohne Eigennutz. Aus purer Menschlichkeit heraus. 

 

Eben diese Engagements und eben diese außergewöhnliche Empathie hat sich nun wohl bis zum Präsidenten des Landes herumgesprochen. Denn der Präsident des Landes, Ibrahim Boubacar Keita, hat seinen Außenminister, Tiéblé Dramé, damit beauftragt, die hohen Verdienste der beiden mit dem höchsten Orden des Landes zu würdigen, eben mit dem "Chevalier de l’Ordre national du Mali". Im Beisein des deutschen Botschafters, Dr. Dr. Dietrich Pohl, und der stellvertretenden Botschafterin, Katharina Ziegler, bedankte sich der Außenminister mehrere Male mit einem zu Herzen gehenden "Merci", stets mit Blick auf die beiden Ausgezeichneten und stets mit der rechten Hand auf seinem Herzen. Man spürte es gleich: Diesem Minister war diese Auszeichnung eine Ehrensache. Er selbst formulierte es so: "Sie haben für mein Land mehr erreicht, als so manche hiesige Regierung."

Und nach der Verleihung äußerte sich das geehrte Paar mit den Worten: "Diese Form des besonderen Dankes ist uns ein Ansporn, mit unseren Projekten weiterzumachen. Oftmals stoßen wir auf Unverständnis, dass wir uns mit unseren Reisen selbst in Gefahr bringen, weil wir uns mit unserem Engagement in einem der unsichersten Länder bewegen. Doch diese Auszeichnung und die ehrliche Dankbarkeit, die uns der Außenminister entgegengebracht hat, zeigte uns, dass wir nicht nur akzeptiert sind, sondern dass unser Einsatz in diesem Land wirklich gesehen und wertgeschätzt wird. Wir sind Mali dankbar und freuen uns über dessen Dankbarkeit."

 

BERICHT: Stefan Gemmel

 

FOTOSAmadou SANKARE

Chef du Bureau de l'Information et de la Presse/Ministère

des Affaires Etrangères et de la Coopération Internationale 

 

Peter und Inge Brucker sind darüber hinaus auch zu Interviews (telefonisch / persönlich) bereit.

Sie halten zudem Vorträge in Schulen, Vereinen oder auch für die in Mali tätige Bundeswehr.

 

Kontaktadresse: 

malihilfe@web.de

Tel 06531-6501